Aktuelles

Endlich Zeit für dich?
Am Freitag und Samstag gibt es drei Workshops
für weniger Stress und mehr Lebensglück

Achtsamkeit – MeditationYoga

Achtsamkeit und Stressbewältigung

Achtsamkeit hilft dir, leichter mit Stress, Schmerzen und gesundheitlichen Problemen umzugehen. Es ist eine praktische Methode, die du einfach in deinen Leben integrieren kannst. Mehr über Achtsamkeit und den bewährten Kurs Stressbewältigung durch Achtsamkeit liest du hier.

Kostenbeitrag €25 (Rückerstattung bei Teilnahme am 8-Wochen Achtsamkeitskurs).

Meditation für Anfänger

Meditation einfach mal kennenlernen und ausprobieren? Genau dafür ist dieser Workshop gedacht: ein leichter Einstieg in der Meditation.

Du übst verschiedene Meditationsformen und erfährst du den Nützen der Meditation. Nach dem Workshop kannst du selbständig weiter meditieren oder auch gerne an den Meditationskurs oder den Achtsamkeitskurs teilnehmen.

Entspannt mit Yoga

Yoga, für mehr innere Ruhe und Gelassenheit. Der Workshop Entspannt mit Yoga bietet dir einen leichten Einstieg in einen wohltuenden und wirkungsvollen Yoga-Stil.

Dieser Workshop ist für Anfänger sehr gut geeignet. Kostenbeitrag €25 (inklusive Übungs-CD).

 

 

 

 

Bier und Bratwurst als tödliche Waffen?

Jedes mal, wenn ich die Nachrichten sehe, frage ich mich: Wieso machen eigentlich nicht viel mehr Menschen Yoga? Wieso gibt es immer noch Menschen die nicht regelmäßig meditieren?

Schau mal her: Wir leben in eine Gesellschaft, in der die meisten Krankheitstage durch die sogenannten Lifestyle-Krankheiten verursacht werden. So meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2015 das jedes Jahr 16 Millionen Menschen vorzeitig sterben durch die Folgen von Rauchen, Alkohol und falscher Ernährung. Laut WHO ist dies eine „langsam fortschreitenden Katastrophe für die öffentliche Gesundheit“ (WHO, wie z.B. zitiert in der Presse ).

Obendrein sterben in Deutschland relativ viele Menschen an Herzkrankheiten. Laut OECD mehr als zum Beispiel in den Vereinte Staaten oder Groß-Britannien. Auch hier spielen die Lifestyle-Krankheiten eine wichtige Rolle; in Deutschland vor allem Übergewicht und Rauchen (OECD wie zitiert in z.B. The Local)

Also, Bier und Bratwurst als tödliche Waffen? Achtung, nicht nur die falsche Ernährung macht krank. Als Gesellschaft sind wir kollektiv in die Zeitfalle geraten und dadurch chronisch überfordert. Das seelische Wohl geht den Bach runter und Stress wird so rasch zur Volkskrankheit Nummer eins (Focus).

Dabei heißt es auch, dass „die Menschheit mit Depressionen kämpft. Die psychische Krankheit zählte nur in vier Ländern nicht zu den zehn häufigsten Ursachen für Erkrankungen“ (Der Spiegel). Und „nach epidemiologischen Studien gehören psychische Erkrankungen zu den häufigsten und auch kostenintensivsten Erkrankungen“ (DAK-Gesundheit).

Dieser Überblick reicht, denke ich. Demgegenüber belegen unzählige wissenschaftliche Studien, dass Yoga, Achtsamkeit und Meditation sehr viele positive Wirkungen zeigen. Vor allem auf die Lifestyle-Krankheiten, auf Übergewicht, Burn-Out und Depressionen.

Daher meine Frage: Wieso machen eigentlich nicht viel mehr Menschen Yoga? Wieso gibt es immer noch Menschen die nicht regelmäßig meditieren?

Anders gesagt und gefragt: Wie lernen wir als Gesellschaft erneut, gut für uns selber zu sorgen. Für Körper, Geist und Seele?

Bratwurst-Bild (Ausschnitt)von Stachelbeer

 

 

Meditiervater

Beim Aufräumen habe ich dieses Bild wiedergefunden, ein tolles Vatertaggeschenk meiner Tochter.

Meine neue Rolle als Yogalehrer und Achtsamkeitstrainer war für mich ganz neu und ungewohnt. Für meine Kinder was es aber schon völlig normal.

Meine Tochter ging mal ans Telefon:

– „Wo ist dein Papa?“
– „O, den darfst du jetzt nicht stören, der sitzt auf seinem Kissen und meditiert.“

Früher habe ich gearbeitet. Jetzt sitze ich auf meinem Kissen und übe oder unterrichte. Wunderbar. Ich bin stolz darauf, ein Meditiervater zu sein!

Unglücklich? Selber schuld!

Die positive Psychologie, oder auch Glücksforschung, ist heutzutage sehr populär. Nicht ohne Grund, jeder möchte glücklich sein. Du auch, nehme ich mal an 🙂

Das weitaus wichtigste und interessanteste Ergebnis aus mehrere Jahrzehnten Forschungsarbeit: du bist Großteils selber verantwortlich für dein Glücksempfinden. Anders gesagt: bist du unglücklich? Selber schuld!

Und, wie machst du dich selbst unglücklich? Mit deinen Gedanken und Gewohnheiten, mit meist automatisch ablaufenden Reaktionsmuster. Im kurzen werde ich darüber mehr berichten, aber für heute eine Liste mit fünfzehn Weisen um Unglücklich zu bleiben, die ich in einem schönen Buch gefunden habe. Kommen einige davon dir bekannt vor?

Fünfzehn Weisen unglücklich zu bleiben

  1. Erwarte, dass andere dich glücklich machen
  2. Gib anderen die Schuld für dein Unglück
  3. Sage so oft du kannst: „wenn doch nur…“, wenn es um Zeit, Geld und Freunde geht
  4. Vergleiche das, was du hast, mit anderen
  5. Sei immer ernst
  6. Versuche es immer allen recht zu machen
  7. Sag niemals nein
  8. Hilf anderen, aber lass dir von niemanden helfen
  9. Betrachte deine eigenen Bedürfnisse als unwichtig
  10. 10.Wenn jemand dir ein Kompliment macht, so wiegele es gleich ab
  11. 11.Wenn jemand dich kritisiert, dann bausche die Kritik auf
  12. 12.Behalte alle deine Empfindungen für dich
  13. 13.Verändere dich nie
  14. 14.Sei nie zufrieden mit irgendetwas anderem als absoluter Perfektion
  15. 15.Verbringe alle deine Zeit in der Vergangenheit oder der Zukunft

Aus Ich habe nach dir gewonnen von Kristina Reftel
Bild Unhappy bicycle (Ausschnitt) von Salim Virji

Dein Affengeist im Griff

Kennst du das? Unzählige Gedanken, Gefühle, Emotionen taumeln im Teufelskreis in deinem Geist herum. Weißt du, was das ist, dieses ständige Geplapper in deinem Kopf? Das ist dein Affengeist.

Bestimmt magst du das nicht, diese Unruhe, dieses Getue. Es muss aufhören. Ruhe da oben! Aber es hört nicht auf. Bitte, Hilfe. Wo ist der Herunterfahren-Taste? Wo ist der Aus-Knopf?

Die schlechte Nachricht: der Aus-Knopf gibt es nicht… und die Wunderpille für Instant-Glück auch nicht.

Aber, du kannst deinen Affengeist trainieren. Affengeist-Dressur, sozusagen. Besser bekannt als Meditation. Meditation tut gut und macht glücklicher, wissenschaftlich nachgewiesen.

Meditation kann man lernen. Wirklich kompliziert ist es nicht.

Mingyur Rinpoche erklärt sehr unterhaltsam (auf Englisch) wie du deinen Affengeist unter Kontrolle bekommen kannst.

Bild Oran-Utan (Ausschnitt) von Ilya Yakubovich.

Die lebenswichtige Kunst der Entspannung

Wir haben die Fähigkeit verlernt, uns richtig zu entspannen. Das schrieb Vishnu-Devananda, ein großer Yogameister, vor fast sechzig Jahre.

Anscheinend haben wir das inzwischen noch nicht nachgeholt. Stress ist mittlerweile Volkskrankheit Nummer eins, und daher sind die Anregungen von diesem Yogameister noch immer hochaktuell. Am Wichtigsten ist: werde dir wieder bewusst über Anspannung im Körper und Geist. 

Er schreibt (etwas eingekürzt) folgendes über Stress und Entspannung:

stress_Treppe„Ein großer Teil der vom Körper produzierten Energie wird sinnlos vergeudet. Allein schon durch völlig unnötige Muskelanspannungen geht eine enorme Menge an Energie verloren… und deswegen sollte man, um körperliche und geistige Übungen richtig zu lernen, erst mal üben, sich zu beobachten, sich der Muskelspannungen bewusst zu sein und diese, wenn sie unnötig sind, vermeiden. Alle Yoga-Übungen basieren sich auf diesem Grundsatz.

Es gibt zwei Arten von Anspannung: körperliche und geistige. So spannen manche Leute sogar, wenn sie sitzen oder schreiben, völlig unnötig Schulter-, Arm-, Bein und Bauchmuskeln an. Das kostet Energie.

Schlimmer ist es mit unnötige geistig-emotionaler Anspannung. Unkontrollierte Emotionen können sehr schnell die im Körper vorhandene Energie aufbrauchen. Einige Minuten Ärger können mehr Energie kosten als ein ganzer Tag körperlicher Arbeit.

Richtige Entspannung verbraucht dahingegen fast keine Energie. Aber, nur wenige Erwachsene besitzen noch die Fähigkeit sich wirklich zu entspannen.

Genauso wie wir die Muskeln durch einen – bewussten oder unbewussten – Befehl zur Anspannung veranlassen, können wir die müden Muskeln auch durch einen Befehl entspannen. Dieser Entspannungsbefehl ist als Suggestion oder Autosuggestion bekannt. Er wird durch das Unterbewusstsein ausgeführt und sorgt so für Muskelentspannung.

Andauernde geistige Spannung infolge meist unnötiger Sorgen und Angst kostet mehr Energie als körperliche Spannung. Verfällt man in geistige Spannung, sollte man sich bewusst auf den Atem konzentrieren und ein paar Minuten lang langsam und rhythmisch atmen. Dadurch lässt sich geistige Spannung abbauen und man wird ruhiger.“

nach Swami Vishnu-Devananda,
Das Grosse illustrierte Yoga-Buch

Bild Treppe (angepasst):
aaayyymm eeelectriik

Beppo der Straßenkehrer

Momo ist viel mehr als eine nostalgische Jugenderinnerung. Für die Suche nach innere Ruhe und Lebensglück bleibt dieses Buch hochaktuell. Hier meine Lieblingspassage: 

straatjevegen„Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

Aus Momo von Michael Ende

Lagerfeuer Yoga & Meditation

Mein Highlight in der letzten Woche war am Freitagabend. Da habe ich für das erste Mal den Workshop Yoga und Meditation am Lagerfeuer begleitet.

Um acht Uhr abends, als die zehn Teilnehmer ihre Plätze ums Feuer aussuchten, war es noch sehr windig. Nach einer kurze Ankommensmeditation flatterten die Haare dann auch tüchtig herum während der Yogastunde. Mit Einbruch der Dämmerung ließ der Wind langsam nach… ganz langsam. Das Feuer wurde mehr und mehr zum Brennpunkt unserer Aufmerksamkeit.

DSCN5299Tief in die Flammen hineinschauen verbrennt flüchtige Gedanken und Grübeleien, und wenn zusätzlich immer mehr Sternen funkeln, kommt allmählich die Ruhe. Und… was für ein wunderschönes Geschenk: in dem Moment, dass wir uns setzten für die längere Abschlussmeditation war der Wind auf einmal völlig weg. Stille, sowohl draußen als auch im Inneren.

Am Freitagabend 22. September gibt es – beim schönem Wetter – wieder die Möglichkeit um am Lagerfeuer Yoga und Meditation zu üben, das letzte Mal in dieser Saison.