Achtsamkeit

Ankommen im Sein

Stress ist das Gift, Achtsamkeit das Antidot. Stress entsteht, weil du es anders haben möchtest, als wie es gerade ist. Wenn es dir gelingt zu sein mit was ist, von Moment zu Moment, löst Stress sich auf. 

Achtsamkeit ist ein Ruhen in der Gegenwart. Achtsamkeit fragt einerseits Aufmerksamkeit, Fokus, Konzentration. Also ein gewisses Maß an Anstrengung, an „Tun“. Anderseits fragt es die Fähigkeit loszulassen, dich bewusst entspannen zu können.

Wie übst du Achtsamkeit? Zum Beispiel mit Meditation und Yoga, im Studio oder in der Natur.

Den Geist zurückholen

Der erste Schritt beim Gegenwart üben ist dich immer wieder zum Hier und Jetzt zurückholen. Du bist kaum wirklich im Hier anwesend. Du bist ständig am Grübeln. Dein Geist ist ständig unterwegs in der Vergangenheit und in der Zukunft. Du schweifst ständig ab, verfolgst einen Gedanken und bist dich kaum bewusst von was du denkst und tust. 

Mit etwas Übung gelingt es dir, mehr von Moment zu Moment anwesend zu sein. Rasch wirst du dann bemerken, dass du ständig am Beurteilen und Bewerten bist: Gut oder Schlecht. Das mag ich und das nicht. Das muss bleiben und das muss weg.

Du realisierst vermutlich kaum, wieviel Mühe, Anspannung und Stress dieser Fluss aus Anhaftung und Abneigung verursacht. Dieser ständige Kampf mit so wie es ist, kostet viel Kraft. Es ist Denkstress pur.

Um das zu ändern, wirst du zuerst bemerken müssen, was sich genau im Geist abspielt. Dafür brauchst du die Fähigkeit, dich immer wieder zurückzuholen. Also: Gegenwart üben.

Aufmerksamkeitsmuskel

Dieses zurückholen fragt Konzentration, Fokus. Es ist ein „Tun“, ein dich bemühen. Du musst dafür deinen„Aufmerksamkeitsmuskel“ trainieren. Aber ist auch die Fähigkeit dich immer besser innerlich wahrzunehmen, sowohl körperlich als auch geistig. 

Körperlich, weil Gedanken, Emotionen und Stress sich auch im Körper bemerkbar machen. Dein Körper erzählt dir ständig was los ist und was du wirklich brauchst. Aber du hörst nicht zu. Oder schlimmer, du blendest den Körper aus mit Kaffein, Alkohol und Schmerztabletten. 

Geistig, damit du immer besser beobachtest, womit dein Kopf beschäftigt ist. Um so zu bemerken wie du dir selbst Stress verursachst über das Denken. Großteils sogar unbewusst, automatisch, aus Gewohnheit. 

Die innere Haltung der Achtsamkeit

Gegenwart üben heißt, deinen Geist, deine Aufmerksamkeit, besser unter Kontrolle zu bringen, so dass du deine Aufmerksamkeit zuerst zurückholst und dann immer länger in der Gegenwart ruhen lässt. 

Du kultivierst die innere Haltung der Achtsamkeit. Achtsamkeit ist auf eine bestimmte Weise Aufmerksam sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu bewerten.

Achtsamkeit ist ein entspanntes Verweilen im Hier und Jetzt, mit allem was ist, genau so, wie es ist. Ein Zustand worin du keine Energie verschwendest an stressverursachenden Gedanken. Voller Energie und mit Freude widmest du dich dann all deinen alltäglichen Aufgaben. Was auch immer die in  jenem Moment sind.

Achtsamkeit ist also die Fähigkeit dich im Hier und Jetzt zu entspannen. Die Fähigkeit alle Anhaftung und Abneigung, das ständige Beurteilen, loszulassen und wirklich anzukommen in diesem Moment, von Moment zu Moment.

Übungsparadox

Hört sich gut an, nicht? Leider ist Achtsamkeit keine Wunderpille. Die innere Haltung oder den Zustand der Achtsamkeit eignest du dir Schritt für Schritt an. Das ist nicht besonders schwierig oder kompliziert, aber es erfordert schon Geduld und eine gewisse Entschlossenheit.

Das Paradoxe dabei ist: du übst Gegenwart. Das fragt Konzentration, es ist ein Bemühen, eine Anstrengung. Aber, um wirklich achtsam zu sein, um in der Gegenwart zu ruhen, müsstest du alle deine Ziele loslassen. Auch das Ziel, stressfrei, achtsam und entspannt zu sein. 

Das ist der Achtsamkeits-Übungsparadox: Du übst, um etwas zu erreichen. Aber du wirst es niemals erreichen, wenn du mit der Absicht übst, dieses Ziel zu erreichen. Löse dieses Paradox und du findest einen Zustand des anstrengungslosen Seins. 

Es ist genau so wie mit dem Einschlafen: Wenn du krampfhaft versuchst einzuschlafen, kommt der Schlaf nicht. Nur wenn du den Kampf um das Einschlafen vollständig aufgeben hast, schläfst du ein. Sofort. So einfach ist es… zumindest in der Theorie.

Dieses Paradox ist schon über Jahrtausende bekannt und es gibt bewährte und uralte Übungssysteme, um Achtsamkeit und Gegenwart zu üben, so wie Meditation und Yoga. 

Ich helfe dir gerne, diese Übungssysteme im Alltag einzusetzen mit Alltagskniffe für mehr Bewusstheit, Entspannung, Yoga und Meditation. 

Positive Effekte der Achtsamkeit

Wenn du mit deiner Aufmerksamkeit wirklich hier anwesend bist, in der Gegenwart, dann hast du weniger Raum zum Grübeln… Weniger Grübeln heißt weniger Stress. 

Gegenwart üben baut Stress ab, und das sorgt für mehr Energie im Alltag, einen erholsamen Schlaf und beugt körperliche und stressbedingte Krankheiten wie Burn-Out, Schlafstörungen und chronische Kopfschmerzen vor. 

Wusstest du, dass…. die positiven Effekte der Achtsamkeit weitaus mehr sind als ’nur‘ weniger Stress:

  • Glück – mehr Vitalität, Ausgeglichenheit und Freude in deinem Leben
  • innere Ruhe – weniger Sorgen, Stress, Angst und Grübelgedanken
  • Schlaf – besser schlafen, ausgeruht und heiter in den Tag einsteigen
  • Brainpower – verbesserte Konzentration, stärkeres Gedächtnis
  • Gesundheit – weniger Schmerzen, stärkeres Immunsystem,
  • Wohlbefinden – stärker, gesünder und flexibler Körper
  • mentale Stärke – mehr Vertrauen, Mitgefühl und Kreativität

„Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern,
besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.“ 

Zenmeister Thich Nhat Hanh


Mehr innere Ruhe?